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Willkommen bei Carmen
im Oktober 2011
Auf den nächsten Seiten könnt ihr mehr über mich erfahren!
 
News!

8.Juli 2011:

Ich war IN BERLIN!!!! Vom 4.-7.Juli fand eine "politische Bildungsreise" für Behinderte und ihre Betreuer statt. Daran nahmen einige Behinderte, ihre Betreuer sowie ca.40 Andere teil. Alle Programmpunkte hatten einen politischen Schwerpunkt.

Montagmorgen um 10 Uhr trafen wir uns in Reutlingen  - und fuhren (mit Pausen) bis abends ca.20:15, bis wir endlich in Berlin an unserem Hotel ankamen, das mitten in Berlin in der Nähe des Alexanderplatzes lag! Wir aßen dort noch zu Abend und verschwanden dann auf unsere Zimmer (behindertengerecht natürlich, etwa 20 qm groß mit einem 8-9 qm großen Bad!! Ich schlief im Kingsize-Bed!!). Dienstag wurde dann zum "Großkampftag": Um 10 Uhr ging es los mit einer 3-stündigen Sightseeingtour im Bus mit einer lustigen Reiseleiterin, mit Berliner Schnauze. Am Brandenburger Tor stiegen wir aus, um das "Pflichtprogramm jeden Berlin-Besuchs" zu absolvieren: einmal durch das Brandenburger Tor gehen (fahren). Außerdem besichtigten wir das nebenan liegende Holocaust-Mahnmal, und hatten kurz Gelegenheit, Souvenirs und Postkarten zu kaufen. Nachmittags folgte dann der "ernste Teil": wir hörten einen Vortrag in der Heinrich-Böll-Stiftung über deren Arbeit. Nach einem kleinen Vesper ging es dann in den Reichstag! Man muss dort zuerst einen Sicherheitscheck durchlaufen, um reinzukommen. Drinnen folgte eine einstündige Diskussion mit einer MdB, Frau Beate Müller-Gemmeke von den Grünen, die sehr interessant war. Jeder der etwa 50 Reiseteilnehmer konnte Fragen stellen, egal welcher Art. Danach ging es hoch zur gläsernen Kuppel, die ich selbstverständlich auch noch hochfahren musste! Um 21 Uhr schließlich durften wir noch IN den Plenarsaal, wo wir von den Aufgaben und der Arbeit des Parlaments erfuhren. Um halb 12 (!) befand ich mich dann endlich im Bett!

Mittwoch Vormittag machten wir einen kleinen Stadtrundgang vom Hotel bis zum Gendarmenmarkt und aßen dort ziemlich nobel zu Mittag. Danach hatten wir etwas freie Zeit zur Verfügung, in der wir uns etwas ausruhten, da es inzwischen fast unerträglich heiß war. Ab 15 Uhr hatten wir dann eine Führung im Deutschen Dom über die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland. Gegen 17 Uhr fuhren wir zum Abschluß noch zum Abendessen ins Sony Center am Potsdamer Platz.

Am Donnerstag morgen hieß es dann leider, leider schon wieder Abschied nehmen von dieser bunten, tollen, atemberaubenden Wahnsinnsstadt. Nach einer insgesamt recht problemlosen Fahrt kamen wir gegen halb neun abends wieder in Reutlingen an. Es war eine sehr aufregende, tolle Reise, die ich auch gleich noch einmal machen würde! Berlin ist so reich an Sehenswürdigkeiten, so voller Geschichte, so bunt, dass ich auf alle Fälle noch mindestens ein weiteres Mal dort hin muss!!

19.Mai 2011:

Von 13. bis 17.Mai sind alle Bewohner meiner Wohngruppe sowie drei unserer Betreuer auf unsere 2011-Freizeit nach KÖLN gefahren! Die Fahrt war auf Hin- und Rückfahrt recht stauarm, nichtsdestotrotz jedoch anstrengend. Unsere Unterkunft war eine gerade frisch renovierte Jugendherberge im Stadtteil Riehl mit 4-Bett-Zimmern und jeweils einem großzügigen Bad. Samstags unternahmen wir bei noch schönem Wetter einen Stadtbummel samt Dombesuch sowie eine zweistündige Rhein-Schifffahrt. Waahnsinn, diese Menschenmassen - für uns Tübinger einfach zuviel! Abends schauten wir im Bistro der JuHe natürlich noch den Eurovision-Song-Contest!Sonntags durften wir das Stadion des 1.FC Köln (RheinEnergie-Stadion) besichtigen bei einer zweistündigen Führung. Danach ging ein Teil der Gruppe ins Schokoladenmuseum, der andere Teil ins nebenan liegende Sport- und Olympiamuseum. Das Wetter fing leider an, schlecht zu werden, mit gelegentlichen Schauern. Montags gingen wir dann alle in den Kölner Zoo, wo gerade die "Körperwelten der Tiere" gezeigt wurden! Die Ausstellung war sehr interessant, u.a. wurde ein plastinierter Elefant, eine Giraffe und ein Vogel Strauß gezeigt! Es regnete den ganzen Tag bzw. war bewölkt und recht kühl. Dienstag vormittag konnten wir dann zum Glück noch einen Teil der RTL-Studios besichtigen, u.a. das "stern tv"-Studio. Danach gings wieder in Richtung Heimat, wo wir endlich um 19 Uhr ankamen.

5.Mai 2011:

Am heutigen "Internationalen Tag zur Gleichstellung behinderter Menschen" war ich, zusammen mit einigen Arbeitskollegen, in der Altstadt von Tübingen und habe dort  Passanten angesprochen. Wir sammelten Unterschriften dafür, dass auch im "Ländle" endlich ein Behindertenbeauftragter (und zwar einer, der selbst betroffen ist!) eingesetzt wird! Dabei ergaben sich zum Teil sehr interessante Gespräche!

Diese Aktion wurde initiiert von der "Aktion Mensch" und wurde hier in Tübingen vom Sozialforum Barrierefreies Tübingen unterstützt. Es kamen bis zum späten Nachmittag etwa 370 Unterschriften zusammen! Diese werden nun an die sich gerade neu bildende Landesregierung weitergeleitet zur Unterstreichung unserer Forderungen!

Nov.2010:

Seit November letzten Jahres habe ich eine GAUMENSEGELPROTHESE, die mir das Sprechen erheblich erleichtert, ja man kann fast sagen, es mir überhaupt erst ermöglicht! Meine jetzige Logopädin regte dies an und überredete mich dazu, nachdem ich recht lange Bedenken hegte. Meine Krankenkasse musste die Anfertigung dieser Prothese erst noch genehmigen, aber dann konnte es schliesslich Anfang November losgehen! Ich musste dafür nach München, da eine solche Prothese nur dort angefertigt wird. Die Anpassung gestaltete sich zunächst als recht schwierig und ich blieb zwei lange Wochen in München. Ich hatte ziemliches Heimweh, aber das ganze Unterfangen hat sich mehr als gelohnt für mich!! Mein Leben ist seitdem um sooo vieles leichter und schöner!!

 
Dies und das!

Schon kurz nach meinem schweren Schlaganfall entstand in mir der Wunsch, irgendwann eine Stiftung zu gründen und dadurch vor allem jungen Behinderten ein angenehmeres Leben zu ermöglichen. Dieser Wunsch besteht weiterhin, jedoch hält mich noch der Gedanke an die viele Arbeit, die eine solche Stiftung ja mit sich bringen würde, zurück.

Im Frühjahr 2009 erhielt ich aber die Möglichkeit, in einem Arbeitskreis mitzuarbeiten, der für die Belange Behinderter kämpft. Etwa zwanzig Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen setzen sich hier in monatlichen Sitzungen für mehr Teilhabe der Behinderten am "normalen" Leben ein.

Zwar wurde bereits im Jahre 1994 das Benachteiligungsverbot von Menschen mit Behinderungen in das Grundgesetz aufgenommen, aber an der Umsetzung im Einzelnen hapert es leider nach wie vor immer noch! In vielen Bereichen muss noch einiges getan werden!